Es basiert auf dem Raja Yoga Weg und ist eine Kombination von modernen westlichen Coachingmethoden und traditioneller östlicher Philosophie. Die gesunde und nachhaltige Balance von Körper, Geist und kreativer Schöpferkraft steht hier im Mittelpunkt.
Die wirksamsten Methoden verschiedener Yogatraditionen und Coachingtools werden mittels ayurvedischer Doshadiagnostik und systemischer Typenlehre exakt den aktuellen Bedürfnissen und dem jeweiligen Kontext angepasst.
Als intelligentes, variabel einsetzbares System ist es dabei jedem starren Konzept in der Bandbreite seiner Anwendbarkeit und nachhaltigen Wirksamkeit überlegen. Einzelpersonen und Gruppen können auf einfache Weise in ihrem Bedürfnisprofil erfasst werden. Yogacoaching beansprucht dabei weder ein Dogma noch ein Glaubenskonzept. In diesem Sinne ist auch das Zitat von Patanjali aus dem 3. Jahrhundert vor Christus zu verstehen: „Wenn wir glücklicher werden wollen und die Mittel finden, dieses Glück zu erlangen, so ist das Yoga.“
Gemäß den Purushartas, den vier weisen Toren des Yoga, strebt jeder Mensch auf seine Weise nach „Artha“ (Wohlstand und Sicherheit), „Kama“ (Sinnesfreude) „Dharma“ (weiser Einklang mit der eigenen Bestimmung) und „Moksha“ (innere Freiheit und Erkenntnis).
Yogacoaching befasst sich mit drei Schwerpunkten: 1. Die gesunde Balance des Körpers 2. Die gestaltende Kraft des Geistes 3. Die Entfaltung der kreativen Schöpferkraft
Die Besonderheit des Yogacoachings liegt im mehrdimensionalen Lernen auf verschiedenen Ebenen mit allen Sinnen. Dabei werden mentale Muster und Verbindungen sinnvoll neu strukturiert und vernetzt. Wohlbefinden und gesundes Körperbewusstsein können sich wieder frei entfalten. Patanjali, der Vater des Yoga, sagt dazu: „Yoga ist einzig und allein eine Erfahrung, und die muss man erleben, um sie zu kennen.“
Im alten Indien war es üblich, dass Herrscher früh lernten, ihren Geist zu kontrollieren. Und nur derjenige, der seinen Geist zu lenken und würdig zu nutzen verstand, wurde als wahrer Herrscher betrachtet. „Raja“ Yoga gilt daher bis heute als die Königsdisziplin der vier traditionellen Yogawege. Nach der uralten Überlieferung in den Yogasutras von Patanjali aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. gelingt die Meisterung des Geistes nicht ohne den Hatha Yoga des Körpers – und umgekehrt. Wie der Körper auf dem achtgliedrigen Yogapfad dabei als machtvoller Verbündeter des Geistes zu nutzen
ist, beschreibt dieser Artikel. Diese acht Stufen stellen bis heute die Essenz einer der höchsten geistigen Entwicklungswege des Menschen dar.
Wie wird Yogacoaching konkret durchgeführt? Ein Yogacoaching-Einzelprozess beginnt mit einer genauen Diagnostik der Konstitution dieses Menschen sowie seines Umfeldes, seiner Verhaltensweisen, Fähigkeiten, Werte, Vision und Zugehörigkeit. In diesem Stufenmodell spielen stabile Gesundheit, erfolgreiche soziale Beziehungen, berufliche Verwirklichung, kreative Schöpferkraft und die Sinnhaftigkeit im Leben ebenbürtige Rollen. Ayurvedische Körperarbeit, Yoga, Atem- und Entspannungstechniken, sinnvolle Ernährung und Meditationen werden mit kreativen Coaching-Prozessen und yogischer Ritualarbeit verknüpft. Eine Erfahrung für alle Sinne.
„Niyamas“ und „Yamas“ bilden die ersten beiden Stufen des achtgliedrigen Pfades und spielen im Yogacoaching eine zentrale Rolle. Es sind ethische Verhaltensrichtlinien für den Umgang mit anderen und mit sich selbst.
Die „Yamas“ sind uralte Richtlinien so
zialen Verhaltens. Ihre Einhaltung gewährleistet Gesundheit, Wohlbefinden und positive Entwicklung und hilft dabei, schwierige Beziehungen und Situationen zu vermeiden. Damit schaffen sie die Voraussetzung für gesundes Wachstum und stabile Beziehungen.
Die Niyamas bilden das geistige Gerüst für die positive Entwicklung der eigenen Persönlichkeit. Sich geistig und körperlich topfit zu halten, ist eine Vorbedingung hochkarätiger, authentischer Team- und Führungskompetenz. Gelassenheit, Zufriedenheit und Mitgefühl können sich dadurch ganz natürlich einstellen. Menschen im Bewusstsein der Niyamas werden instinktiv als ideale Führungspersönlichkeiten gesehen und anerkannt. Dieser inneren Kraft zu vertrauen, schenkt darüber hinaus Gelassenheit, Stärke und Würde. Burn-Out und Depression haben so keinen Boden, auf dem sie wachsen können.
Yogacoaching für Führungskräfte… …hat die Stärkung des inneren Feuers und der inneren Kraft im Fokus, um langfristig angelegte Ziele erreichen zu können. Es unterstützt dabei, den Anfechtungen und Herausforderungen auf diesem Weg gut gerüstet entgegentreten zu können. Unter Führungskräften sind hier nicht nur Teamleiter, Abteilungsleiter und Geschäftsführer etc. zu verstehen, sondern auch Eltern, Lehrer, Trainer, Erzieher, Therapeuten und alle Menschen, die für sich und andere Verantwortung tragen.
Yoga für diese Menschen baut gezielt körperliche Kraft auf und verbindet sie mit Koordinationsübungen, die gleichermaßen Mut, Balance und Flexibilität erfordern. Meditation und Entspannungstechniken sind für dieses Leadership-Training wesentliche Bausteine. Im Einzelkontext können diese Richtlinien individuell an die Thematik des Kunden angepasst und in eine Yoga-Übungsreihe übersetzt werden, die den besonderen Herausforderungen dieser Phase oder dieses Projekts entspricht. Nach Abschluss des Projekts oder der Phase kann eine neue Übungsreihe entstehen.
Hatha Yoga Asanas bringen den Körper in gesundheitliche Bestform und bereiten ihn auf die subtilere Arbeit mit dem Geist vor.
Wenn der Körper vernachlässigt wird, so ist die geistige Arbeit von großer Anstrengung und wenig Effizienz gekennzeichnet oder wird ganz unmöglich.
Pranayama bezeichnet die Zusammenführung von Körper und Geist durch Atemübungen. Die Achtsamkeit auf Atemtechniken kann den Prozess der bewussten Wahrnehmung sanft, aber nachhaltig beeinflussen. So können auch alte und starre mentale Muster allmählich gelockert und optimiert werden. Pranayama wird daher im Yoga als Bindeglied zwischen Vorgängen des Körpers und geistigen Prozessen betrachtet und hat deshalb traditioneller Weise eine sehr große Bedeutung.
Übt man Pranayama, so bleiben stressbedingte Symptome aus.
Der Blutdruck reguliert sich und die Stimme wird klar und voll. Die verbesserte Sauerstoffzufuhr führt zu einem optimalen Stoffwechsel und guter Fettverbrennung. Das Immunsystem wird aktiv und sorgt für innere wie äußere Stabilität.
Pranayama ist ein mächtiges Mittel zur Prävention von Burn-Out und Depression, da es direkt auf den Geist und die Stimmung wirkt. So wie der Körper durch Asanas geformt wird, so wird der Geist durch Pranayama gelenkt.
Der Mensch, der Asanas, Pranayama und Meditation übt, kennt mächtige Mittel gegen Zweifel und Grübeln. Sein Schlaf ist friedvoll und Konflikte beunruhigen ihn nicht. Er ist ein Felsen im Auge des Sturms und ein Leuchtfeuer ruhigen Gewahrseins. Ein solcher Mensch führt sein Team ruhig, gelassen und integer auch durch schwierige Zeiten und bleibt sich selbst und seiner inneren Führung dabei immer treu.
Yogacoaching vermittelt Wissen und Erfahrung in einer erfahrungsorientierten Struktur. Dies erlaubt es dem Anwender, die Gesetzmäßigkeiten der Bedingungen seiner individuellen Gesundheit und Gesundung selbst vollkommen zu verstehen, zu erleben und in seinem Alltag in kleinen oder großen Schritten einzubauen. Yogacoaching ist geduldig, leise und freundlich. Es nutzt dadurch auch die kleinstmöglichen Spielräume für gesunde Veränderung. Ähnlich dem Wasser
entfaltet es so auf unspektakuläre Art seine sanfte, gestaltende Kraft. Auf diese Weise gibt es auch kein „Versagen“ eines Menschen, sondern nur günstige und ungünstige Zeitpunkte für positive Entwicklungen.
Yogacoaching für Gruppen Gruppen zeichnen sich durch die einzigartige Zusammensetzung ihrer Mitglieder in einem bestimmten Umfeld und Zeitrahmen aus. In der Regel gibt es gemeinsam genutzte Ressourcen und auch eine gemeinsame Zielvereinbarung. Kennt man die Gewichtung der einzelnen Konstitutionen dieser Gruppe, so kann man mit Hilfe der Dosha-Diagnostik gut einschätzen, welche aktuellen Aufgaben von welchen Mitgliedern oder welchem Team am besten übernommen werden können. Denn jede Konstitution hat ihre besonderen Fähigkeiten und Talente. Das heißt nicht, dass in ruhigen Zeiten nicht jeder Typus auch neue Erfahrungen und neues Wissen erwerben soll und einbringen kann – doch in Krisenzeiten ist mit großer Sicherheit eine Gruppe stabiler und effizienter, wenn sie gemäß ihrer individuellen Eignung gemeinsam kompetent agieren kann. Hier ist die Reibung am geringsten und es finden keine offenen oder subtilen Machtkämpfe statt, in denen das Gruppenpotential und Unternehmenskapital sinnlos vergeudet würde.
Besteht beispielsweise der Auftrag eines Unternehmens darin, ein Training zur Teamentwicklung durchzuführen, so wird von dieser Gruppe zunächst ein Dosha-Profil erstellt. Vata-, Pitta- und Kapha-Typen unterscheiden sich sehr stark hinsichtlich ihrer Fähigkeiten, ihrer Belastbarkeit und ihren Bedürfnissen. Ein fest gefügter, starrer Seminarablauf würde vielen Teams nicht gerecht und könnte am Ziel direkt vorbeiführen. Der Vorteil des Yogacoaching-Vorgehens liegt darin, dass die spezifischen Bedürfnisse und Ressourcen eines Teams genau erfasst und das Coaching dann direkt darauf abgestimmt werden kann. Die einzelnen Konstitutionstypen können so optimal abgestimmt und berücksichtigt werden. Dies gibt den Teammitgliedern die Sicherheit, dass sie gesehen und verstanden werden und nicht nur ein starres Programm für sie abgespult wird. Die Mitarbeit in der Gruppe, ihre Motivation und der Teamzusammenhalt sowie die Erfahrung der Nachhaltigkeit in einem solchen Training sprechen eine deutliche Sprache.
Beispiele aus der Praxis Führungsstarke, klar strukturierte PittaMenschen brauchen für die Entwicklung ihres vollen Potentials andere Bedingungen als visionäre, vielseitige Vata-Typen oder zuverlässige, stabile Kapha-Menschen. Die Dosha-Analyse erlaubt es, Menschen hinsichtlich ihrer besonderen Begabung an dem richtigen Platz im Team wirken zu lassen oder aber ihren Arbeitsablauf zu optimieren – viele Konflikte treten so gar nicht erst auf. Sobald das Profil der Gruppe klar ist, und erst dann, wird das Konzept für diese Gruppe der Gewichtung ihrer Konstitutionen angepasst.
Verantwortungsvolle, führungsstarke Pittas können zum Beispiel am besten
arbeiten, wenn sie sich ausreichend bewegen und Verantwortung für komplexe Aufgaben übernehmen dürfen. Sie brauchen Gelegenheit, ihre strukturstarken mentalen und körperlichen Fähigkeiten sinnvoll in den Arbeitsalltag einbringen zu können. Dies gewährleistet, dass sie ihre erstaunliche Kraft loyal und zuverlässig in den Dienst der Gruppe oder des Unternehmens stellen.
Visionäre, gestaltende Vata-Menschen brauchen Gelegenheit, in einem kreativen Team ihre zukunftsweisenden Ideen, inspirierenden Projekte und starken kommunikativen Fähigkeiten zu pflegen und zum Blühen zu bringen. Vermittelnde, explorative Aufgaben fallen ihnen ebenso leicht wie Lehrtätigkeit, kreative Projekte, Forschung oder inspirierende Arbeit mit und für Menschen. Sie benötigen ein harmonisches Arbeitsumfeld und genügend entspannende Ruhepausen, um ihr Bestes geben zu können.
Kapha-Menschen entfalten ihre hohe soziale Kompetenz und ihre unbestechliche Zuverlässigkeit am besten in einem gut strukturierten Umfeld und in überschaubaren, gut kontrollierbaren Abläufen und Aufgaben. Diese führen sie dann mit höchster Genauigkeit und Geduld gewissenhaft aus.
Stellt man sich die Doshas am Beispiel eines Autos vor, so würde „Pitta“ der mutige Fahrer des Fahrzeugs sein, der das Ziel fest im Blick hat. „Kapha“ wäre die zuverlässige Karosserie selbst und der Motor, der das Ganze bewegt und antreibt. „Vata“ hat hier die Rolle des aufmerksamen Beifahrers, der alles im Blick hat und mögliche Abzweigungen und bereichernde Umwege sofort benennen, nutzen und erkennen kann. Jeder für sich ist dabei unersetzlich und wertvoll, doch Sinn macht das Ganze nur im Team: Vatas sind hervorragende Ideengeber – Pittas setzen diese furchtlos um und Kaphas führen sie zuverlässig und gewissenhaft aus.
Yogacoaching in der Familien- und Paararbeit… …nutzt auch tantrische und ayurvedische Aspekte aus dem Kriya Yoga. Die eigene Psychohygiene, die intime Gesundheit und die achtsame Beziehungsgestaltung spielt hier eine wichtige Rolle. Insbesondere bei einem Kinderwunsch der Partner ist dies für die Gesundheit der Eltern und des Ungeborenen besonders bedeutsam. Gemäß der traditionellen Überlieferung benötigt jeder Konstitutionstyp in der
der Partnerbeziehung eine andere Form der liebevollen Zuwendung, der erotischen Hingabe, förderlichen Ernährung und der geistig seelischen Inspiration. Die Konstitution und die Bedürfnisse des Partners zu kennen und auch die eigene wertzuschätzen ermöglicht freudvolle, lustvolle Gemeinsamkeit statt frustrierter, lustloser Gemeinheiten. Es ist möglich, gemeinsam mit dem alten Partner neue, inspirierende Lebensformen zu etablieren, statt mit neuen Partnern alte, leidvolle Muster zu wiederholen.
Ausbildung zum Yogacoach Menschen, die neben der eigenen Gesundheitsprophylaxe effiziente Werkzeuge für deren Integration in die eigene Arbeit erlernen möchten, können sich zum Yogacoach weiterbilden lassen. Als weltweit einziges Weiterbildungsinstitut bietet Lotuswege eine einjährige be
rufsbegleitende duale Ausbildung zum Yogacoach und verbindet damit mentales und köperorientiertes Coaching auf höchstem Niveau mit international anerkannten Berufsausbildungen zum Yogalehrer RYT200 & systemischen Coach/NLP Practitioner. Der einjährige Aufbaulehrgang ermöglicht die Weiterqualifizierung zum Yogalehrer RYT500 & Yoga Master Coach/NLP Master.